Zöliakie

Symptome der Zöliakie

Zöliakie kann schwer zu diagnostizieren sein, da sie Menschen unterschiedlich stark betrifft. Es gibt mehr als 200 bekannte Zöliakie-Symptome, die im Verdauungssystem oder in anderen Teilen des Körpers auftreten können. Manche Menschen entwickeln Zöliakie als Kind, andere als Erwachsene. Der Grund dafür ist noch unbekannt.

Ein gestresster Mann hält sich unter Schmerzen die Schläfen.
Einige Menschen mit Zöliakie haben überhaupt keine Symptome, werden aber dennoch positiv auf dem Zöliakie-Bluttest getestet. Einige wenige andere haben zwar einen negativen Bluttest, aber eine positive Darmbiopsie. Bei allen Menschen mit Zöliakie besteht jedoch ein Risiko für Langzeitkomplikationen, unabhängig davon, ob sie irgendwelche Symptome zeigen oder nicht.

Sind Sie an Zöliakie erkrankt?

Bei Erwachsenen sind Verdauungsbeschwerden seltener, nur bei einem Drittel der Erwachsenen kommt es zu Durchfall. Erwachsene haben mit höherer Wahrscheinlichkeit Durchfall:

  • unerklärte Eisenmangelanämie
  • Müdigkeit
  • Knochen- oder Gelenkschmerzen
  • Arthritis
  • Osteoporose oder Osteopenie (Knochenschwund)
  • Leber- und Gallenwegserkrankungen (Transaminitis, Fettleber, primär sklerosierende Cholangitis usw.)
  • Depressionen oder Angstzustände
  • periphere Neuropathie (Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen in den Händen und Füßen)
  • Krampfanfälle oder Migräne
  • verpasste Monatsblutungen
  • Unfruchtbarkeit oder wiederkehrende Fehlgeburten
  • Krebsgeschwüre im Mund
  • Dermatitis herpetiformis (juckender Hautausschlag)

Ist Ihr Kind an Zöliakie erkrankt?

Verdauungsbeschwerden treten häufiger bei Säuglingen und Kindern auf. Hier sind die häufigsten Symptome, die bei Kindern auftreten:

  • Blähungen und Schmerzen im Unterleib
  • chronische Diarrhöe
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • bleicher, übel riechender oder fetter Stuhl
  • Eisenmangelanämie
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit und Verhaltensprobleme
  • Zahnschmelzdefekte der bleibenden Zähne
  • verzögertes Wachstum und Pubertät
  • kleine Statur
  • Versagen beim Gedeihen
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Klassische, nicht-klassische und stille Zöliakie:

Laut der World Gastroenterology Organization kann die Zöliakie in zwei Typen unterteilt werden: klassische und nicht-klassische Erkrankungen.

Bei der klassischen Zöliakie haben die Patienten Anzeichen und Symptome einer Malabsorption, einschließlich Durchfall, Steatorrhoe (bleicher, übel riechender, fetter Stuhl) und Gewichtsverlust oder Wachstumsstörungen bei Kindern.

Bei der nicht-klassischen Zöliakie können die Patienten leichte gastrointestinale Symptome ohne klare Anzeichen einer Malabsorption oder scheinbar nicht zusammenhängende Symptome aufweisen. Sie können unter abdominaler Distension und Schmerzen und/oder anderen Symptomen leiden, wie z.B: Eisenmangelanämie, chronische Müdigkeit, chronische Migräne, periphere Neuropathie (Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen in Händen oder Füßen), unerklärliche chronische Hypertransaminasemie (erhöhte Leberenzyme), verminderte Knochenmasse und Knochenbrüche sowie Vitaminmangel (Folsäure und B12), Schwierigkeiten beim Abnehmen, späte Menarchie/frühe Menopause und unerklärliche Unfruchtbarkeit, Zahnschmelzdefekte, Depression und Angstzustände, Dermatitis herpetiformis (juckender Hautausschlag) usw.

Die stille Zöliakie ist auch als asymptomatische Zöliakie bekannt. Die Patienten klagen über keine Symptome, haben aber dennoch einen zottenartigen Atrophie-Schaden im Dünndarm. Studien zeigen, dass Patienten, obwohl sie glaubten, keine Symptome zu haben, nach einer strikten glutenfreien Diät über einen besseren Gesundheitszustand und eine Verringerung von saurem Reflux, Blähungen im Bauchraum sowie Völlegefühl und Blähungen berichten.

Verwandte ersten Grades sollten unabhängig davon, ob sie Symptome haben oder nicht, immer untersucht werden, da das Risiko, an Zöliakie zu erkranken, bei 1 zu 10 liegt. Verwandte zweiten Grades und Familien mit mehreren Zöliakiebetroffenen haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, an Zöliakie zu erkranken.

Die Vielzahl der Möglichkeiten, wie Zöliakie Patienten betreffen kann, trägt in Verbindung mit einem Mangel an Ausbildung an medizinischen Schulen und Residency-Programmen in der Primärversorgung zu der schlechten Diagnoserate in den Vereinigten Staaten bei. Derzeit wird geschätzt, dass 80% der Zöliakie-Population undiagnostiziert bleiben.

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